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Kolumne Februar 2017:

Jugendgottestdienst

Es ist 11 Uhr. Letzte Gottesdienstteilnehmer schieben sich in das bereits gut gefüllte Carolinenhaus, wo Jugendliche sich umarmend begrüßen und Gesangbücher verteilt werden. Wie immer bei den Jugendgottesdiensten sind alle gespannt und voller Vorfreude. Denn man weiß: diese Gottesdienste, die von den Jugendlichen selbst gestaltet werden, sind anders – humorvoll, unkonventionell und tiefgründig zugleich. Unerwartet ist dann auch gleich der Einstieg. Eine Jugendliche tritt vor den Altar und stellt sich als Günther Jauch vor. Sie begrüßt das „Publikum“ und ihre beiden Gäste, die sich im Rahmen der Quizz-Show „Wer wird Millionär“ den Fragen der Moderatorin stellen werden. Schnell merkt die Gemeinde, dass sich die beiden Kandidatinnen nicht wohl fühlen. Sie haben schon Mühe mit den einfachen Fragen und scheitern schließlich beide an der letzten, alles entscheidenden Frage. Die Moderation reagiert wenig feinfühlig und meint am Schluss: „Trösten Sie sich. Es geht immer noch dümmer!“ Das sitzt! Die Gemeinde schaut betroffen auf die Szene. Nun wissen Konfirmanden und Erwachsene, um was es in diesem Gottesdienst geht: Es geht darum, was uns die Leute einreden, was wir uns auch selbst einreden, einbilden und schließlich glauben. „Seltsamerweise“ so überlegte eine andere Jugendliche in der Predigt „sind es ja eher die negativen Einreden, die uns ins Herz treffen und uns so bestimmen, dass wir schlecht drauf sind. Es sind Sätze wie ‚Das kannst Du nicht! Dafür fehlt Dir das Talent‘ oder „Wenn Du Ausstrahlung hättest, hättest Du vielleicht eine Chance“ die uns festlegen und binden. Wie aber kann man dem begegnen, was können wir dem entgegenhalten, was so viel Macht über uns hat?“

Es ist die Jahreslosung für 2017, die den Jugendlichen den entscheidenden Impuls für eine Antwort liefert. Diese steht im alttestamentlichen Buch des Propheten Ezechiel (36,26): Gott spricht: Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in Euch.

„Sätze wie dieser“ – so fährt die Predigerin fort – „beinhalten Worte, die unsere Wirklichkeit durchbrechen können. An solche Worte können wir uns halten, wenn alle auf uns einreden. Als Menschen, die sich an diesen Gott halten, sind wir ausgerüstet mit einem Herzen, das sich nicht entmutigen lassen muss. Wenn wir solche Sätze auf uns wirken lassen, dann ist das so etwas wie eine geistliche Nahrung, die davor bewahrt, dass wir jedem Trend, jedem Zeitgeist hinterherlaufen müssen, um uns zu beweisen.“

Auch diese Botschaft kommt an. Gerade weil sie auf Erfahrungen gründet, die real und authentisch sind, hören Konfirmanden und Erwachsene gleichermaßen den Zuspruch, der vor und über allen Einreden unserer Wirklichkeit steht. Ein neues Herz, ein neuer Geist ist uns gegeben, auf dass auch wir uns immer wieder neu annehmen und verstehen können, und aus diesem neuen Selbstverständnis herzlich und geistreich unser Leben gestalten.


Ihre
Pfarrerin B. Reichenbacher

Veranstaltungen:
Valentin 2017

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Veranstaltungen:
Michael Lerchenberg liest Ludwig Thoma

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Tageslosung für:

Dienstag, 21. Februar 2017
Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen.
In ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare.

Lutherbibel 2017 als App

© Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Das Erscheinen der revidierten Lutherbibel 2017 ist einer der großen Höhepunkte des Reformationsjubiläums 2016/17. Zu diesem Anlass verschenkt die Evangelische Kirche in Deutschland in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bibelgesellschaft für ein Jahr die revidierte Lutherbibel 2017 als App. Sie können sie für Android und iOS in den jeweiligen AppStores herunterladen. Näheres finden Sie auf der Seite der Deutschen Bibelgesellschaft

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